Laub Herbst

Landscaper Pro Tipps: Herbst-Dünger

Wow, das war ein langer, heißer und extrem trockener Sommer! Ein großer Kontrast zum Standardwetter, wo der Sommer in den vorigen Jahren in der Regel recht nasser war. In vielen europäischen Ländern haben die Temperaturen Rekordwerte erreicht und völlig neuartige Bedingungen geschaffen. Es steht außer Zweifel, dass diese heißen und trockenen Bedingungen den Rasenmanagern Probleme bereitet haben, insbesondere in Gegenden, in denen Beregnungsverbote galten, um die Trinkwasserversorgung nicht zu gefährden. Folglich wird es eine größere Anzahl geschwächter Rasen- und Grünflächen mit geschädigtem Wurzelwerk geben. Wo das Gras dünner und karg geworden ist, siedeln sich schnell Unkraut und Moose an. Diese breiten sich bei der Rückkehr des feuchteren, kühleren Wetters im Herbst weiter aus, besonders wenn die Fläche kaum gepflegt wird. Langfristig zahlt es sich aus, jetzt zusätzliche Zeit zu investieren und ein wenig Pflege zur Regeneration des Rasens zu betreiben. Ein spezieller Herbst-Dünger trägt entscheidend zur Regeneration bei.

Warum sollte ich im Herbst extra düngen?

Im Herbst erfolgt traditionsgemäß die Rasenpflege. Zu den regenerativen Maßnahmen gehört auch das Düngen mit einem geeigneten Dünger. Damit soll der Rasen kräftig genug sein, um Kälte, Frost, heftige Regenfälle und Schneebedeckung im Winter zu überstehen. Angesichts der Fülle der auf dem Markt verfügbaren Produkte kann es allerdings manchmal schwierig sein, das richtige Düngemittel auszuwählen.

Was bei der Wahl eines Herbst-Düngers am wichtigsten ist, ist der Stickstoffgehalt des betreffenden Produkts. In dieser Jahreszeit muss eine bessere Wurzelbildung und eine Stärkung der Gräser im Vordergrund stehen. Bei zu viel Stickstoff werden die lebenswichtigen Kohlenhydrat-Vorräte aufgebraucht. Zusätzlich  führt dies, je nach Bodentyp und Witterungsbedingungen, zu Nährstoffverlusten durch Auswaschen. Stickstoff kann den Rasen möglicherweise auch schwächen und ein fragiles Wachstum in Gang setzen, was den Rasen anfälliger für Umwelteinflüsse und Krankheiten wie Schneeschimmel (Michrodochium Patch) macht. Im Herbst ist das Krankheitsrisiko besonders hoch. In einer Zeit, in der das Wachstum sich verlangsamt und die Grasnarbe nur ein geringes Erholungspotenzial besitzt, kann es zu erheblichen Schäden kommen.

Kalium ist ein wesentlicher Bestandteil von Herbst-Düngern. Kalium dient dazu, die Bildung starker Zellmembranen zu fördern und die Rasenpflanze vor Umweltstress durch Kälte, hohe Beanspruchung und Krankheiten zu schützen. Bei Kalium kann man nicht überdosieren. Rasen kann ohne jegliche Nachteile enorme Mengen davon aufnehmen. Dies kann allerdings zu Lasten anderer Nährstoffe wie Magnesium gehen. Und da Kalium im Boden auch sehr mobil ist, wird es unter nassen Bedingungen besonders bei leichten Böden leichter ausgewaschen.
Weitere Nährstoffe, die sich im Herbst positiv auswirken, sind Phosphor und Magnesium. Phosphor unterstützt die Wurzelbildung und eine gute Verwurzelung des Rasens. An nachgesäten Stellen fördert Phosphor also das Wachstum und die Entwicklung der jungen Rasenpflanzen und verbessert die Gesundheit der vorhandenen Grasnarbe allgemein. Auch für den Abbau von Kohlenhydraten und die Energieübertragung ist Phosphor erforderlich.

Magnesium wirkt ähnlich wie Kalium. Es stärkt die Pflanze und macht sie resistenter gegen Krankheiten und Umweltbelastungen. Es ist außerdem unerlässlich für den Stickstoff-Stoffwechsel und die Chlorophyllsynthese zugunsten einer gesunden Farbe und hilft dem Rasen bei der Verwertung von Eisen und Phosphat. Rasen, dem es an Magnesium mangelt, ist an den vergilbenden, herunterhängenden Halmen zu erkennen.

Herkömmliche Dünger versus Düngemittel mit kontrollierter Freisetzung?

Nicht nur die Menge und das Verhältnis der im Düngemittel enthaltenen Nährstoffe ist wichtig. Auch der Freisetzungsverlauf Ihres ausgewählten Produktes muss berücksichtigt werden. Konventionelle Dauerdünger wirken in der Regel schnell, lösen sich schon kurz nach der Anwendung und sind dann für die Pflanze verfügbar. Ein konventioneller Dauerdünger mit hohem Stickstoffgehalt führt daher wahrscheinlich zu Stoßwachstum, was den Rasen anfällig für Krankheiten und Witterungseinflüsse macht.

Die für Rasen mit einer Schnitthöhe von über 25 mm geeigneten Düngemittel mit kontrollierter Freisetzung enthalten normalerweise anorganische Nährstoffquellen, die mit Schwefel oder Harz umhüllt sind. Kommt das Granulat mit Wasser in Berührung, werden die Nährstoffe je nach Bodentemperatur allmählich freigesetzt. Je nach Temperatur werden auch die Nährstoffe schneller oder langsamer freigesetzt. Das entspricht der Wachstumskurve des Rasens, die bei warmem Wetter ebenfalls steigt. Die Nährstoffe werden über einen bestimmten Zeitraum freigesetzt (in der Regel ist dieser auf der Verpackung angegeben und liegt zwischen 3 und 9 Monaten). Jedes Granulat hat eine unterschiedlich dicke Hülle, die sich entsprechend langsamer oder schneller auflöst. Ein Produkt, das 14 % Stickstoff enthält, setzt also nicht den ganzen Stickstoff gleichzeitig frei, sondern versorgt die Pflanze passend zu ihren Wachstumsphasen mit den je richtigen Nährstoffmengen. Beim Einsatz eines Düngemittels mit kontrollierter Freisetzung müssen Sie nicht so oft düngen, um eine gesunde Grasnarbe aufrechtzuerhalten und beschränken außerdem das Risiko des Auswaschens.

Landscaper Pro Stress Control

Landscaper Pro Stress Control ist ein Dauerdünger mit kontrollierter Freisetzung. Dank der einzigartigen PACE- und Poly-S Technologie ist sichergestellt, dass die Pflanze eine gleichmäßige Dosis Stickstoff, Kalium und Phosphor erhält. Weder der Feuchtigkeitsgehalt im Boden, noch der pH-Wert oder die bakterielle Aktivität haben Einfluss auf die Freisetzung. Sie bleibt unter fast allen Umweltbedingungen stabil.

Landscaper Pro Stress Control sollte gleichmäßig ausgebracht werden. Bringen Sie den Dünger in einem trockenen Moment bei regnerischem Wetter aus oder beregnen Sie den Rasen nach der Anwendung. Wenden Sie diesen Dünger nicht bei Frost oder Trockenheit an. Um Schäden am Granulat zu vermeiden, dürfen die Anwendungen erst dann erfolgen, wenn geplante Arbeiten wie Aerifizieren, Belüften mit Hohlspoons und Vertikutieren abgeschlossen sind.

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